Post von Kira

Brief vom: 12.01.2020

Hallo-Miau in Richtung mein altes zu Hause… Liebes Team vom Eifelhof-Frankenau, ja, es ist wahr, ich bin nun schon über ein Jahr in meinem neuen zu Hause! Mann, wie die Zeit vergangen ist. Ich kann es selbst kaum glauben…

Ich bin damals im Januar 2019 zu Heidi und Thomas gezogen, die schon einen Kater namens Fuzzi hatten. Der Kerl war sofort schockverliebt in mich. Ich weiß nicht warum, aber leider kann ich bis heute seine Liebe nicht erwidern. Er ist immer noch sehr bemüht das zu ändern, aber für Kuschelstunden bin ich einfach nicht bereit. So leben wir miteinander / nebeneinander und dulden uns.

Was die zwei Zweibeiner betrifft, habe ich ein Glückslos gezogen. Sie kümmern sich ganz herzlich um mich, wissen auch mit mir umzugehen, denn ich bin bis heute immer noch ein wenig ängstlich, manchmal sogar noch sehr. Die haben zum Glück sehr viel Geduld und Verständnis für mich, denn mein vorheriges Leben war nicht so glanzvoll.

Ich habe hier viele Schlafplätzte, Spielmöglichkeiten und eine reich gedeckte Speisekammer. Ich bekomme immer das Gleiche, wie der Fuzzi, hier wird keiner vernachlässigt. Selbst wenn die beiden Schmusekissen für uns kaufen, sind die immer im Doppelpack. Eifersucht kann dadurch gar nicht erst entstehen.

Wenn nötig, lassen mich die beiden Dosenöffner einfach in Ruhe, denn ich bin mittlerweile nicht mehr die aktivste Katze der Welt. Ich muss gestehen, dass ich in dem einen Jahr auch etwas zugenommen habe, was mir aber guttut. Ich hoffe, meine neuen und lieben Tierärztinnen kommen nicht irgendwann auf die glorreiche Idee, dass ich das komplett wieder abnehmen muss!

Ich erinnere mich noch daran, dass ich früher oft draußen gespielt habe. Nun habe ich aber ja ein Auge verloren und muss jetzt in der Wohnung bleiben. Ich habe zwar schon einmal versucht einen Ausflug zu unternehmen, aber die Zweibeiner haben mich wieder reingeholt, männo.

Jetzt haben sie mich erzogen, auf meinem Platz zu bleiben, wenn die Terrassentür aufgeht. Klappt ganz gut, denn die belohnenden Streicheleinheiten gefallen mir. Manchmal vergesse ich zwar, was ich so gelernt habe, aber ich verspreche, dass ich stets bemüht bin. Ich habe aber gehört, dass die Terrasse vergrößert werden soll und habe dadurch die leise Hoffnung, dass ich demnächst einen Platz bekomme, der durch ein Sicherheitsnetz abgetrennt ist und ich so wenigstens mit nach draußen kann. Eine Leine, die ich anziehen könnte, um im Garten spazieren zu gehen, gefällt mir nämlich nicht!

Die Zweibeiner waren auch zwischendurch in Urlaub. In dieser Zeit hat sich meine liebe Oma und meine Patentante (die auch drei Katzen hat) um mich gekümmert. Mir hat es an nichts gefehlt. Die gefallen mir jetzt auch sehr gut und ich freue mich immer, wenn sie zu Besuch kommen.

Die zwei Zweibeiner haben kürzlich wieder darüber gesprochen, dass sie Euch demnächst einmal besuchen möchten, um für meine alten und vielleicht auch mittlerweile neuen Kammeraden ein paar Geschenke zu überreichen. Sie wissen leider noch nicht wann, weil mein vierbeiniger Kumpel im Moment sehr krank ist (er hat Tumore im Bauchraum) und er operiert werden muss. Auch wenn ich ihn nicht so sehr liebe, wie er mich, hoffe ich doch, dass alles gut geht, weil ich habe festgestellt, dass ich ihn vermisse, wenn er dann doch nicht bei mir ist. Ich suche dann überall nach ihm…

Alles in allem geht es mir gut, ich bin zufrieden mit meinem neuen zu Hause und bedanke mich noch einmal bei Euch, dass Ihr mich hier hingebracht habt. Ganz liebe Grüße möchte ich besonders an Simone Gatz senden. Sie hat sich nicht gescheut mich selbst hier hin zu begleiten und den weiten Weg mit mir gemeinsam gefahren ist. Vielen Dank.

Ich hoffe, dass es bei Euch allen gut geht und werde irgendwann wieder mal von mir hören lassen.

Ganz liebe Grüße an ALLE !!!

Miau Miau Eure Kira

Kira Kira Kira

Brief vom: 15.02.2019

Hallo Ihr Lieben Eifelhof-Mitarbeiter,

ich bin es schon wieder, Eure Kira.

Letztes Mal habe ich Euch geschrieben, dass mein Kumpel operiert werden muss. Leider hat sich rausgestellt, dass der Tumor in dem Dickdarm nicht mehr entfernt werden kann, weil auch ein Lymphknoten befallen war. So haben sich die Tierärztin und die Zweibeiner entschieden ihn nicht leiden zu lassen. Er ist nun über den Regenbogen gewandert.

Nun sind wir alle sehr traurig, denn Fuzzi war schon ein prima Kerl! Wir vermissen ihn sehr. Ich habe ihm außerdem viel zu verdanken, denn er hat mir gezeigt, wie schön es hier ist. RIP.

Stellt Euch vor, ich bin auch operiert worden! Mir wurden zwei Zähne gezogen, denn ich habe FORL. War ganz schön aufregend, denn ich dachte schon, dass ich wieder umziehen muss. Ich wurde wieder abgeholt und zu Hause so sehr betüddelt, dass ich schnell fit wurde. Die haben sich richtig Mühe gegeben, denn meine Medizin wollte ich nicht, schon gar nicht das Schmerzmittel, das schmeckte und roch überhaupt nicht lecker. Ich wurde aber mit einem sehr gut riechenden Fisch überlistet. Es gab zudem zwei Mal pro Tag leckeres Hähnchenfilet, mit dem mir Antibiotika verabreicht wurde.

Wir hoffen nur, dass mir nicht noch mehr Zähne abbrechen, das wurde mir leider prophezeit. Meine Tierärztin hat mir aber erklärt, dass ich sogar ohne Zähne klarkommen würde. Die Zweibeiner haben mir zudem versprochen, dass sie weiterhin auf mich aufpassen und mir zur Not auch das Futter pürieren werden. Die haben mich wohl ganz schön lieb.

Jetzt fangen wir an, mir einen neuen Partner zu suchen, denn so ein "Witwenleben" macht auch keinen richtigen Spaß. Ich bin mal gespannt, wer zu uns zieht. Hier ist auf jeden Fall noch Platz dafür.

Mehr weiß ich zurzeit nicht zu berichten. Ihr seht, mir geht es immer noch gut.

Bis bald mal wieder.

Ganz liebe Grüße
Eure Kira