Post von Nepomuk

Brief vom: 09.12.2015

Hallo liebes Team vom Eifelhof,

wie versprochen möchten wir eine Rückmeldung zur Eingewöhnung von Lasse und Nepomuk geben.

Nachdem die beiden Jungs ja nur unter großen Schwierigkeiten eingefangen werden konnten im Eifelhof, haben sie bei uns ihr neues Zuhause mit Tigger, unserem 16-jährigen Kater, im Katzenhaus bezogen. Die Kater untereinander haben sich in der Eingewöhnungszeit (knapp vier Wochen) im Katzenhaus unseres Erachtens nach mit Desinteresse "gestraft". Im Gegensatz zu Nepomuk, der sich im Katzenhaus von mir anfassen ließ, wenn er im Körbchen lag, hat sich Lasse immer irgendwo hinter dem Regal versteckt und gefaucht, sobald man ihm zu nahe kam. An "guten" Tagen durfte ich ihn vielleicht mal berühren, ohne dass er in Abwehrhaltung gegangen ist. Leckerchen konnten gar nicht so gut schmecken, dass man deswegen den Schutz der Körbchen, Höhlen oder des Regals verlässt. Unser Kater Tigger hat sich natürlich jeden Tag lautstark beschwert, dass er nur noch in dem Häuschen sein durfte, - ohne Freigang. Aber da musste er durch.

Wir akzeptieren es in vollem Umfang, dass wir für Lasse und Nepomuk eher "Dosenöffner" als "freundliche Mitbewohner" sind. Da wir ländlich wohnen, nur mit kaum befahrener Anliegerstraße, und Wiesen und Wäldern ums Haus, brauchen wir "Mäusejäger". "Schmusekatzen" wären auch schön gewesen, aber das wussten wir ja im Vorfeld, das werden Lasse und Nepomuk sicherlich nicht. Wer es ohne Menschen geschafft hat, groß zu werden, braucht sie auch hinterher nicht wirklich … zumindest nicht zum "Reden" und "Streicheln". Dafür haben wir ja auch noch Tigger, unseren "Hauskater", der abends kategorisch erwartet, dass "sein" Katzenhaus verschlossen wird, der auch die Katzenklappe nicht nutzt (die immer offen ist), da er den beschützten Raum gewohnt ist.

Seit einer guten Woche nun, haben alle Katzen wieder Freigang, da wir gemerkt haben, dass, egal wie viel Zeit wir den Katzen gewidmet haben, diese - außer Tigger - nicht wirklich Wert auf unsere Gesellschaft legen. Nepomuk sehen wir regelmäßig, wenn er an den Pferdeställen im geschützten Durchgang frisst (wir haben dort für unsere "Freigänger" zusätzlich Futter und Wasser hingestellt und das angrenzende Strohlager ist auch immer frei zugänglich) oder nachmittags und abends ums Haus streicht. Jeder aus der Familie freut sich dann und gibt es sofort an die anderen weiter. "Ich habe Nepomuk gesehen …" Lasse, der auch im Katzenhaus immer in "Deckung" geblieben ist, so dass wir schon manchmal dachten, er hätte sich in Luft aufgelöst, haben wir leider nicht mehr gesehen, aber wir hoffen und gehen eigentlich auch davon aus, dass auch er sich immer irgendwo ums Haus aufhält und aus einem sicheren Versteck alles beobachtet. Vielleicht sehen wir ihn doch irgendwann mal, wenn er wieder einen der Bewegungsmelder ums Haus oder an den Nebengebäuden auslöst ...

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes Neues Jahr

Yvonne W.

Brief vom: 29.01.2016

Liebes Eifelhof-Team,

wir haben ja versprochen, Euch ein wenig auf dem Laufenden zu halten, was unsere Neuzugänge so machen. Leider haben wir Lasse auch mit Hilfe der Wildkamera nicht mehr aufspüren können. Auch unsere Nachbarn und unser Jagdpächter haben ihn nicht bemerkt, - aber vielleicht ist er einfach nur zu scheu, um dem Haus näher zu kommen. Falls wir ihn sehen sollten, melden wir uns natürlich dazu.

Nepomuk hat sich prima eingelebt. Er hat Anfang Januar beschlossen, unser Gartenhaus mit den bequemen Auflagen für die Gartenmöbel zu seinem Domizil zu machen. Das finden wir alle prima, denn seit dem Tod von Scotty, unserer zugelaufenen Katze, die sich immer ums Gartenhaus herum aufgehalten hat, tanzten die Mäuse sprichwörtlich auf den Bücherregalen und dem Basteltisch herum. Nun bleibt die Tür zum Gartenhaus immer für Nepomuk geöffnet und wir haben zu seinem Schutz ein Türgitter installiert, damit unsere drei Hunde ihn dort nicht überraschen können. Langsam wird er auch etwas ruhiger und entspannter, wenn er auf seine "Dosenöffner" trifft oder wir schon mal auf ihn im Gartenhaus treffen, wenn wir dort das Ziegenfutter holen. Er liebt seinen Kissenstapel, auf dem er nachts immer schläft.

Nachmittags gegen 16.30 Uhr, wenn die Ziegen gefüttert werden, macht er meistens seine Runde durch den Garten um sicher zu stellen, dass wir sein Futter nicht vergessen. Um ihm das Gartenhaus als Schlafstätte interessant zu machen, haben wir nun für ihn dort immer eine Schale Wasser stehen und nach dem Füttern der Ziegen wird sein Napf mit Dosenfutter gefüllt. Das weiß er inzwischen schon ganz genau und ich habe das Gefühl, die Mäuse auch, - denn sie tanzen nicht mehr so offen herum.

Wir sind sehr optimistisch, dass Nepomuk mit der Zeit zutraulicher werden wird, denn er bleibt schon auf dem Gartenzaun sitzen, wenn wir ihn ansprechen und rennt nicht mehr in Panik weg.

Herzliche Grüße in die Eifel

Yvonne W.