Post von Kara

Brief vom: 05.04.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

als wir Ende Oktober zu Ihnen kamen, hatten wir eigentlich ein anderes Tier im Blick. Doch dann ist alles anders gekommen: wir lernten Kara kennen, fuhren nach Hause, durchdachten alles mehrfach und entschieden uns: wir wollten es versuchen. Etwa 1,5 Wochen ist Kara dann bei uns in Bonn eingezogen. Den ersten Abend hat sie unter der Couch im Arbeitszimmer verbracht. Nachts ist sie einmal quer durch die Wohnung ins Wohnzimmer umgezogen, hinter das Sofa. Eigentlich hatten wir uns darauf eingestellt, sie in den ersten Tagen wohl nicht oder nur wenig zu Gesicht zu bekommen, aber bereits am zweiten Abend bei uns spazierte Kara durch das Wohnzimmer und ins Esszimmer, wo sie den Kratzbaum in Besitz nahm.

Nun wohnt Kara 5 Monate bei uns.
Die Eingewöhnung und auch der Kontakt zu unserer anderen Katze verliefen vollkommen problemlos. Zunächst gingen sich die beiden aus dem Weg, inzwischen schlafen sie nachts oft neben einander (mit einem halben Meter Abstand) auf dem Sofa. Kara hat sich außer dem Kratzbaum weitere Lieblingsplätze gesucht, ihren Menschen ausgewählt und ihre Routinen entwickelt. Dazu gehören neben ausgiebigen Knuddelrunden auch abendliches Schmusen auf dem Schoß und regelmäßiges Spielen. Sie begeistert uns immer und immer wieder, genauso wie sie uns regelmäßig überrascht - kurz: wir sind glücklich, diese tolle Katze gefunden zu haben.

Viele Grüße aus Bonn,
Dorothée G. und Armin F.

Brief vom: 04.12.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor etwas mehr als einem Jahr ist Kara bei uns eingezogen, deshalb wollen wir Ihnen nun noch einmal eine kurze Rückmeldung geben. Das Wichtigste zuerst: Kara geht es sehr gut.

Bereits in unserer letzten Email haben wir ja davon berichtet, wie gut die Eingewöhnung geklappt hat. Nun, ein halbes Jahr später, können wir sagen, dass Kara noch aufgeschlossener geworden ist. Sie ist Besuch gegenüber noch immer zurückhaltend, aber im Gegensatz zu den ersten Monaten läuft sie nicht mehr erschreckt weg, um sich in der hintersten Ecke der Wohnung zu verstecken, sondern bleibt auf ihrem Baum und beobachtet von dort aus das Geschehen. Sobald die Fremden weg sind, bewegt sie sich wieder ganz entspannt in der Wohnung.

Insgesamt sucht Kara sehr viel Kontakt zu uns, ob zum Spielen und Jagen mit der Katzenangel oder einfach um bei den Menschen

Auf dem Soda zu liegen. Besonders gerne legt sie sich auf den Schreibtisch, wenn wir dort arbeiten, um unsere Gesellschaft zu genießen und ab und an auch ihre Meinung zu tippen.

Kara ist aber auch eine unheimlich verfressene Katze und ein wahrer Geier. Besonders anhänglich wird sie, um mehr Futter zu erbetteln, oder wenn die Menschen etwas Leckeres essen, dann wird der Hals lang und länger und ab und an müssen wir sie dann auch schon einmal vom Tisch scheuchen, wenn sie zu keck wird.

Auch mit unserer anderen Katze versteht sich Kara noch immer gut.

Es ist schön, mit diesem tollen Tier zu leben und sie täglich zu erleben.

Bester Gruß, Ihre

Dorothée G. & Armin F.

Brief vom: 04.11.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor fast zwei Jahren ist Kara bei uns eingezogen - Zeit, Ihnen noch einmal Rückmeldung zugeben, zumal da Kara sich noch immer entwickelt:

Sie baut ihre Scheu vor Fremden (und besonders Männern) weiter ab. Wir haben uns schon sehr gefreut, als wir vor einem Jahr bemerkt haben, dass sie nicht mehr beim Ertönen der Klingel die Flucht antritt, sondern ruhig auf ihrem Kratzbaum bleibt. Inzwischen traut sie sich sogar, vorsichtig um die Ecke zu gucken, wer denn gekommen ist. Unser Nachbar, der die Urlaubsversorgung übernimmt, durfte sie sogar schon streicheln!

Kara ist eine Katze, die sehr auf Routinen und Zeiten besteht - das merken wir immer bei der Umstellung auf Winterzeit, wenn das Abendessen für sie vermeintlich eine Stunde zu spät kommt. Dann drückt sie ihr Missfallen deutlich aus. Das Schöne ist, dass Kara ihren Tag selbst struktuiert. Sie begrüßt uns morgens, wenn wir aufstehen, dann bekommt sie Futter. Nach dem Frühstück möchte sie gerne Kontakt zu den Menschen, erst ein wenig raufen/jagen, dann noch ein wenig schmusen, ehe sie sich in eine Ecke der Wochnung zurückzieht und wir sie bis zum späten Nachmittag nicht mehr zu Gesicht bekommen. Abends möchte sie wieder ein wenig jagen und viel Kontakt zu den Menschen nur unterbrochen vom Abendessen; am liebsten liegt sie neben dem weiblichen Menschen auf dem Sofa, wo sie dann auch einschläft.

Kara liebt ihre Kratzbäume, aber noch mehr liebt sie Pappkartons, die sie hingebungsvoll mit ihren Krallen bearbeitet. Seitdem wir das wissen, haben wir immer einen Karton für sie bereitgestellt. Manchmal wirkt es fast meditativ. Sehr schön ist es auch, zu beobachten, wenn sie ein Jagdobjekt entdeckt hat und versucht, die Fliege oder Mücke oder den Fussel, was auch immer es ist, zu fangen und durch die Wohnung springt.

Es ist diese Mischung aus vielen kleinen Momenten, die man leider nicht in einer Email beschreiben kann, und den (überraschenden) alltäglichen Entwicklungsschritte, die Kara uns bereitet und bei uns erlebt, die uns immer wieder dankbar sein lassen, diese Katze kennengelernt und ihr ein Zuhause angeboten zu haben, aber uns auch in unserer Entscheidung bestätigt, dass wir im Tierschutz nach ihr gesucht haben.

Anbei sende ich Ihnen zwei Bilder von Kara.

Viele Grüße aus Bonn,
Dorothée G. und Armin F.

Kara Kara

Brief vom: 07.11.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

nun ist es drei Jahre her, dass Kara bei uns eingezogen ist - und inzwischen ist es "unsere" Kara geworden; wir freuen uns wortwörtlich täglich, dieses wunderbare Tier kennengelernt zu haben.

Sie ist zwar inzwischen schon älter, weniger eine Dame als vielmehr ein "altes Mädchen", aber das merkt man ihr nicht an. Kara hat immer Hunger, alles Essbare interessiert sie. Möchte sie etwas unbedingt probieren, wird sie besonders anhänglich und schmusig. Aber sie hat auch keine Scheu, unbeobachtete Momente zu nutzen, um sich einfach selbst zu bedienen - daran hindern sie weder Pizzakartons noch der Abstand zwischen Tisch und Sitzmöbel, wohin sie den ergatterten Bissen transportiert (und er zumeist nach einer Kostprobe verschmäht wird). Wir müssen also gut darauf achten, sie nicht in Versuchung zu führen bzw. dass sie sich nicht bei der anderen Katze bedient.

Kara ist eine unheimlich menschenbezogene Katze, die sich stark bindet, besonders an die von ihr erkorene Bezugsperson, die sie, falls sie Gelegenheit dazu erhält, den gesamten Tag über begleitet, bei ihr liegt, um zu schlafen oder zu schmusen oder zu spielen. Aber sie sitzt auch gerne auf dem Schreibtisch, um bei der Arbeit zu unterstützen; dabei übernimmt sie selbstverständlich auch ihren Anteil an der Schreibarbeit! Mit Kara haben wir eine sehr verspielte und jagd- und rauflustige Katze bekommen. Wohl zu ihrem Bedauern ist die zweite Katze nicht ganz so spielfreudig, so dass Karas Aufforderungen zum Raufen meist ins Leere laufen, aber die Menschen versuchen das Beste, um ihren Bedürfnissen zu entsprechen. Inzwischen hat Kara trotz aller Zurückhaltung gegenüber fremden Situationen und Menschen (besonders Männern) so viel Vertrauen zu unserer Urlaubsvertretung gefasst, dass die beiden nicht nur begrüßt und sich streicheln lässt, sondern auch zum Spielen auffordert.

Es freut uns sehr, wieviel Sicherheit bei uns gewonnen hat. Anfangs war sie bei jedem Geräusch in Habachtstellung und verschwunden auf den schützenden Katzenbaum. Inzwischen hält sie die Wohnungsklingel, Geräusche an der Wohnungstür, aber auch den Klang von vorbeifahrenden Sirenen ohne Furcht aus. Auch Besuch treibt sie nicht mehr sofort in die Flucht. Sie bleibt zumindest, um zu sehen, wer gekommen ist und um dann situativ zu entscheiden, ob sie lieber allein oder in sicherer Entfernung bleiben will. An das Geräusch des Staubsaugers kann sie sich allerdings nicht gewöhnen. Ein weiteres Indiz für die "neue" Sicherheit ist die Selbstverständlichkeit, mit der sie die Wohnung bewohnt und erkundet. Seit Neuestem wagt sie sogar den Schritt auf den Treppenabsatz vor die Wohnung, falls wir dort zu tun haben.

Anbei senden wir noch einige Schnappschüsse aus dem letzten Jahr mit Kara.

Herzlicher Gruß aus Bonn

Dorothée G. und Armin F.

Kara Kara