Post von Ole

Brief vom: 20.12.2016

Liebe Weihnachtsgrüsse von Ole und Spenzer aus Wuppertal.

Nachdem sie nun seit fast einem Jahr bei uns sind, ist es höchste Zeit, sich mal zu melden. Beide haben sich mittlerweile gut eingelebt, jeder nach seinen Vorlieben und Bedürfnissen.

Ole ist ein ganz anderer Typ als Spencer. Er war nach kurzer Zeit schon sehr interessiert und neugierig an allem, was in der Wohnung vorging und was wir so machten. Er saß unter dem Bett oder Schrank und schaute zu, was vor sich ging. Nach einiger Zeit schnupperte er auch mal an der Hand und ließ sich ganz kurz berühren (mittlerweile ist er ein richtiger Schmusebär; aber nur, wenn er auf dem Bett liegt). Er mochte es auch, mit dem Bändchen zu spielen, und irgendwann entdeckten wir, daß seine große Passion Luftballone sind. Er schiebt sie durch die Wohnung, dribbelt mit ihnen, jagt sie und trägt sie vorsichtig am Knoten durch die Gegend. Bis sie dann irgendwann doch platzen hat er viel Spaß mit ihnen. Mittlerweile fühlt er sich in der Wohnung sehr sicher und bewegt sich frei, rennt aber häufig noch weg, wenn man sich ihm nähert; manchmal scheint er aber auch mehr aus Spaß wegzurennen als aus tatsächlicher Angst. Als Spenzer so lange weg war, hat er ihn sehr vermißt, er wagt es aber nicht, die Wohnung zu verlassen. Wir denken, daß er sich noch nie so sicher und wohl gefühlt hat und so viel Zuwendung bekam wie hier und daß er deshalb auch große Angst hat, daß ihm das wieder genommen werden könnte, wenn er sich hier wegbewegt. Darin sehen wir auch den Grund dafür, dass er sich mit unserer Lilli nicht gut versteht. Wenn er sich unbeobachtet glaubt, stellt er ihr nach und bedroht sie. Wirklich schlagen tut er nicht, aber er setzt sie unter Druck, nervt und sorgt bei ihr für Unruhe. Leider ist unsere Lilli zu wenig aggressiv, um ihm entsprechend entgegenzutreten, dann wären die Fronten wohl schnell geklärt. Andererseits läßt sie sich auch nicht übermäßig von Ole beeindrucken. So zieht sich dieser Kleinkrieg weiter hin und wir hoffen darauf, daß Ole die Sache irgendwann leid wird.

Für das nächste Jahr wünschen wir uns, daß er sich sicher genug fühlt, nach draußen zu gehen, um dort noch viel Neues und Aufregendes kennenzulernen und der ein oder anderen Maus zu begegnen.

Als Fazit für dieses Jahr stellen wir fest, daß es oft schwierig war, aber auch ganz viel Freude gemacht hat, wir viel von und über unsere Kater und Katze gelernt haben und daß sich die Arbeit auf jeden Fall gelohnt hat und wir denken, Ole und Spenzer und hoffentlich auch Lilli sehen das auch so.

Brief vom: 02.01.2017

Jetzt haben wir zum ersten Mal gemeinsam Silvester erlebt. Wir waren etwas unruhig und gespannt, wie unsere Kater auf die Knallerei und das Feuerwerk reagieren würden, und sie haben uns mal wieder überrascht. Ole fand es sehr interessant und er saß lange auf der Fensterbank um hinauszusehen, während Spenzer auf seiner Wolldecke in seinem Karton lag und das Spektakel möglichst ignorierte, nach dem Motto: ist irgendwas anders als sonst? - also, alles bestens.

In diesem Sinne liebe Grüße und ein paar Bilder
von Ole, Spenzer und Lilli

Ole Ole Ole Ole