Post von Marty und Smilla

Brief vom: 15.01.2013

Hallo liebes Team vom Eifelhof,

nach dem tragischen Tod unserer bisherigen Chefkatze Miss Daisy waren wir auf der Suche nach einem neuen Spielgefährten für Lilly, unserer jüngsten Katze, denn unsere Seniorkatze Sally ist nun schon in einem Alter, in dem man sich mit einer Vierjährigen nicht mehr abgibt. Auf dem Eifelhof sind wir fündig geworden. Mehrere Besuche und einige gemeinsam mit Ihren jüngeren Wohnungskatzen verbrachte Stunden ließen unsere Herzen für Marty (ehemals Marti) und Smilla schlagen.

An sich wollten wir unsere Katzenbande nur um eine einzelne Katze ergänzen, doch leider – oder besser zum Glück – konnten wir uns nicht nur für eines der Geschwister entscheiden. Auch fiel uns der Gedanke sehr schwer, Marty und Smilla voneinander zu trennen. Hat hier eine gedankliche Vermenschlichung der Katzen Überhand gewonnen? Egal! Wir beschlossen, beide zu uns zu nehmen.

Seit einer Woche haben Marty und Smilla nun ein neues Zuhause. Es ist an der Zeit für einen Bericht.

Die ersten beiden Tage haben die Geschwister „in voller Deckung“ in unserem so genannten Gartenzimmer im Souterrain unserer Wohnung verbracht. Nachdem sich die erste Aufregung für beide gelegt hat und sie ihre hoffentlich nur provisorische Lieblingswohnhöhle hinter einem Vorhang gefunden hatten, verbargen sie sich dort meistens eng aneinander gekuschelt vor uns und unseren beiden Altkatzen. Dieses Aneinanderkuscheln hat uns bestätigt, dass es eine gute Entscheidung war, Marty und Smilla nicht voneinander zu trennen, sondern beide in unsere Obhut aufzunehmen.

Mit einigem guten Zureden gelang es uns, zunächst Smilla aus ihrem Versteck herauszulocken. Schnell hat sie den im Gartenzimmer befindlichen Kratzbaum entdeckt und für sich in Anspruch genommen. Der bietet schließlich auch einen tollen Ausblick, steht er doch in einer Ecke, welche Fenster zu beiden Seiten hat. Marty zeigte sich von Anfang an deutlich zurückhaltender. Er hat in den ersten Tagen viel geweint, doch auch er begann schließlich, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Die Geschwister bemühen sich, freundlichen Zwinker-Kontakt zu unseren Altkatzen aufzubauen. Dass sie da dennoch ein paar Faucher kassieren, hält sie nicht von weiteren, noch zaghaften Versuchen der Kontaktaufnahme ab. Insgesamt sind Marty und Smilla weiterhin sehr ängstlich und schreckhaft, beginnen jetzt aber zunehmend, auch ohne besondere Lockversuche unsererseits die restliche Wohnung zu erkunden.

Unsere Sally reagierte für uns überraschend sehr entspannt auf die beiden Neuzugänge. Aber immerhin ist es für sie auch schon das dritte Mal, dass sie Neuzugänge in ihrem Revier dulden muss. Für unsere Jüngste hingegen ist es eine Premiere. So keck und vorwitzig sie bislang hier aufgetreten ist, so verstört und ängstlich zeigte sie sich nun in den ersten Tagen der Anwesenheit von Marty und Smilla. Doch auch sie ist zwischenzeitlich deutlich entspannter geworden.

Wir haben das Gefühl, dass die nunmehr vier Mitglieder unserer Katzenbande auf einem guten Weg sind und werden weiter berichten.

Anbei einige Bilder aus der ersten Woche.

Viele Grüße aus Alfter

Nadine und Bernd Sch.

mit Sally, Lilly, Marty und Smilla

Marty und Smilla

Brief vom: 10.11.2013

Liebes Eifelhof-Team,

es gibt erfreuliche Entwicklungen bei Marty und Smilla. Die Beiden haben zwischenzeitlich die komplette Wohnung in Besitz genommen und mittlerweile wieder so viel Selbstbewusstsein erlangt, daß sie begonnen haben, sowohl zusammen als auch mit unserer Lilly zu spielen. Senior-Katze Sally betrachtet die ganze Sache weiterhin aus der gebotenen Distanz aber das ist bei dem Altersunterschied auch nur zu verständlich.

Uns gegenüber verhalten sich Marty und Smilla weiterhin sehr zurückhaltend. Immerhin sind sie jetzt tapfer genug, sich uns zu nähern. Es gelingt inzwischen auch, Marty davon zu überzeugen, dass man mit einem Federstab ganz toll spielen kann, auch wenn sich einer der Dosenöffner am anderen Ende des Stabes befindet. So lange wir nicht aufstehen und uns nicht auf sie zubewegen, sind sie relativ entspannt.

Wir lassen den Geschwistern weiterhin alle Zeit die sie brauchen, um ihre restliche Angst zu überwinden und Vertrauen zu uns aufzubauen. Es sieht gut aus. Nochmals viele Grüße

Brief vom: 19.03.2014

Hallo,

wir möchten wieder mal Kunde von Marty und Smilla geben.

Die Geschwister leben jetzt seit zwei Jahren bei uns und fühlen sich wohl. Anbei ein paar Fotos von den beiden.

Marty und unsere zwischenzeitlich verstorbene Seniorkatze Sally schienen sich gesucht und gefunden zu haben. Es gab zwischen den beiden durchaus zu unserem großen Erstaunen sehr innige Momente gegenseitiger Fellpflege. Ihren Tod im Januar 2014 hat Marty nach einiger Zeit der Unruhe inzwischen überwunden.

Das Verhältnis von Marty zu unserer zweiten Alt-Katze Lilly ist nicht ganz so innig. Marty sucht immer wieder den Kontakt zu ihr, augenscheinlich um zu kuscheln. Lilly hingegen ist von diesem Ansinnen regelmäßig wenig begeistert und versucht, Marty zu verscheuchen. Dieser erweist sich dann als gutmütiger Rüpel, steckt ihre Prügeleien vollkommen unbeeindruckt ein und wartet einfach, bis sie aufgibt. Doch es fallen ebenfalls Phasen gemeinsamen Spielens an, bei denen es auch Lilly ist, die ihn immer wieder mal dazu animiert. Und wenn Marty es nicht schafft, eine gemeinsame Schmuserunde mit Lilly einzulegen, dann hat er immer noch uns oder Smilla. Seine Streicheleinheiten fordert er dabei durchaus hartnäckig ein und hat seinen Schlafplatz zeitweise auch gemeinsam mit Lilly im Bett des menschlichen Katzenpapas gefunden. Marty ist einfach ein lieber Kerl.

Auch Smilla ist weiter aufgetaut. Was sie nicht möchte ist, daß wir uns ihr auf direktem Weg nähern. Dies ist für sie weiterhin Anlass, ihren Platz zu verlassen. Führt unser Weg zu ihr augenscheinlich etwas an ihr vorbei, ist es hingegen kein Problem für die junge Dame. Auch sie fordert ihre Streicheleinheiten ein, lässt ihren Bauch krabbeln und teilt sich hartnäckig anhaltend das Bett mit der menschlichen Katzenmama. Sie hat zwar nie einen Draht zu Sally gefunden, spielt jedoch immer wieder mit Lilly und Marty. Auch sie ergreift dabei gerne die Initiative.

Wirklich ernsthafte Prügeleien haben wir nie beobachtet. Zur Zeit haben wir den Eindruck, daß nun Marty in unserer Katzenbande die Hosen anhat. Die Geschwister haben sich hier gut integriert; es haben sich in unserem und ihrem Alltag feste gemeinsame Rituale gebildet. Wir freuen uns nach wie vor, daß wir Marty und Smilla bei uns aufnehmen durften.

Viele Grüße
Nadine und Bernd S.

Marty und Smilla Marty und Smilla Marty und Smilla Marty und Smilla Marty und Smilla