Post von Max

Brief vom: 25.03.2013

Liebes Eifelhof-Team,

die ersten Tage mit Max waren ganz entspannt. Er ist ein Schmusebär, verfressen (er hat sogar von dem Vogelfutter für die Wildvögel gefressen), verfolgt uns auf Schritt und Tritt (lässt uns nicht aus den Augen), geht gerne und lange spazieren (Wald- und Wiesenwege, Rheinauen), hat schon einige andere Hunde kennengelernt (kein Stress, außer bei einem Labradorrüden, da zeigten beide ihre Muskeln) und fährt gerne Auto. Auch seine Verdauung ist sensationell und man kann fast die Uhr danach stellen: 07:00, 13:00 und 19:00 Uhr und alle drei Stunden lässt er Wasser.

Zwei Dinge sind uns aufgefallen:
1. Er mag keine Dunkelheit und Stahltüren. Aus der Tiefgarage unseres Hauses kommt man durch zwei Feuerschutztüren aus Stahl in unser Treppenhaus. Vom Treppenhaus in die Tiefgarage geht Max problemlos, aber nicht umgekehrt. Dann legt er sich auf den Boden, macht sich ganz schwer und man sieht ihm an, dass er nur weg will. Also, sind wir aus der Tiefgarage um das Haus herum gegangen und durch die “normale” Eingangstür ins Haus.

2. Er zerbeißt seine Leine (bereits die 3.). Nicht beim Spaziergang, sondern wenn man ihn mit Hilfe der Leine anbindet. Die erste Situation ergab sich, als wir am Freitag mit dem Auto in die Eifel fuhren. Max mit Brustgeschirr und Leine hinten in den Kofferraum (Kombi), in dem zwei Ösen zur Sicherung von Hunden an den Seitenwänden befestigt sind. Max befestigt, dass Gepäck hatten wir auf dem Rücksitz, und los geht’s. Nach ca. 100 Metern Fahrstrecke springt Max auf den Rücksitz, macht es sich dort auf dem Gepäck bequem – und gut ist. Wir konnten uns nicht erklären, wie er das geschafft hatte, aber er saß ruhig auf dem Rücksitz und hat die Fahrt über (ca. 1,5 Stunden) geschlafen. In Kall fuhren wir direkt zum Fressnapf, da wir noch zwei Näpfe kaufen wollten. Max kommt raus – und da sehen wir, dass er die Leine zerbissen hat. Hmmh?? Also, direkt eine neue gekauft, Max wieder im Kofferraum befestigt, losgefahren und – wir waren noch nicht vom Parkplatz herunter, da hatte er sie wieder durchgebissen und sprang auf den Rücksitz. Wieder zurück gefahren, eine dritte Leine gekauft (doppelt so dick und breit) und auch einen Sicherheitsgurt. Denn wir dachten uns, wenn er es im Kofferraum nicht mag, weil er in unserer Nähe sein möchte, gut, dann soll er auf dem Rücksitz sitzen und wird entsprechend angeschnallt.

Heute, am Sonntag, einen langen Spaziergang gemacht. Als ich mit Max zurückkomme, ist mein Mann dabei Holz zu hacken. “Lass mir Max hier.” “O.K., aber pass auf, dass er dir nicht zwischen Axt und Hackklotz läuft.” “Kein Problem, ich binde ihn mit der Leine am Pfosten fest.”

Ha, mein Mann kommt nach ein paar Minuten mit Max ins Haus und zeigt mir die zerbissene Leine (Nr. 3). Warum? Mein Mann ist für wenige Minuten aus dem Gesichtsfeld von Max “verschwunden”. Also, Leine durchbeißen und schauen wo Herrchen hin ist.

Was sagt uns das? Könnte Max als Hofhund ständig angeleint gewesen sein und hasst deshalb die Leine? Können SIe uns bitte Tips geben, wie wir Max das entsprechende Vertrauen vermitteln können, dass wir wiederkommen? Ich mache mir natürlich Gedanken, wie ich das handhaben soll, wenn ich einkaufen muss.

Ab morgen möchte ich das Alleinsein antesten. D.h. in den Keller gehen, an den Briefkasten, in die Waschküche etc. Mal sehen, wie er darauf reagiert. Derzeit ist immer jemand zu Hause, aber das kann sich auch ändern und dann möchte ich vorbereitet sein.

Ach ja, alle Hundebesitzer, die wir bisher getroffen haben, halten ihn für jünger als drei Jahre. Der Labrador-Halter schätzt ihn auf höchstens 1,5 Jahre. Schön, dann kann er länger bei uns bleiben.

Morgen werde ich mit ihm auch zum Rathaus gehen und ihn anmelden und mich beim Tierarzt nach den Fragebögen für den Sachkundenachweis informieren. Dann kann ihn der Tierarzt auch direkt einmal im gesunden Zustand kennenlernen. Und auf dem Hinweg bringe ich die durchgebissenen Leinen zum Schuster. Der hat selber vier Hunde und kann die Leinen bestimmt reparieren.

So, und die letzte Info: bei uns in Meerbusch-Büderich haben wir zwei Hundeschulen. Zu denen habe ich bereits Kontakt aufgenommen und wir werden diese für eine Schnupperstunde in den nächsten Tagen aufsuchen. Ich bin gespannt, was Max davon hält.

Liebes Team, wir wünschen euch eine angenehme Woche und bleiben auf jeden Fall in Kontakt. Fotos folgen und ein Besuch ist auch schon eingeplant.

Liebe Grüße,
Martina Szardenings