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Zora

Post von Zora: 29.11.2017, 3 Brief(e)

Mischling, Hündin, kastriert, 11/2003, ca. 60 cm

Zoras Geschichte gehört in der Tierschutzarbeit zu den Schicksalen mit denen man weder gut umgehen noch sie verstehen kann. Im Alter von einem knappen halben Jahr wurde sie an ihre ehemalige Familie vermittelt, an deren Seite sie die letzten fast zehn Jahre verbracht hat. Doch jetzt, als ergrauter Hund kurz vor ihrem 10. Geburtstag, gab es im Leben "ihrer" Menschen plötzlich keinen Platz mehr für sie. Lebensumstände können sich ändern, keine Frage, doch verliert ein langjähriges Familienmitglied deshalb an Bedeutung und damit auch seine Daseinsberechtigung? Verantwortlich zu sein für das was man sich vertraut gemacht hat, endet nicht mit einer Trennung oder einem Umzug. Jedes Tier bleibt ohne Wenn und Aber in jeder Situation an der Seite seines Menschen, wäre uneingeschränkt und sofort bereit für seine Familie bis ans Ende dieser Welt zu gehen. Warum aber endet der menschliche Weg in vergleichbaren Situationen so oft bereits nach wenigen Metern an der Tierheimtür? Müßig, weil vergeblich, ist die Suche nach ei ner Antwort auf diese Frage. Was bleibt ist komplettes Unverständnis und eine zerbrochene innere Welt. All das spiegeln Zoras traurige Augen und auch wir können kaum etwas daran ändern, vermögen ihr auch nicht zu erklären was wir selber nicht verstehen können. Zora hat gewiss nichts falsch gemacht und wurde nun trotzdem Opfer der veränderten Umstände. Vermutlich können Worte ohnehin ihren Schmerz und ihre Trauer nicht annähernd treffend beschreiben und so bleibt uns einzig die Hoffnung auf eine neue Chance für die liebe und genügsame Hündin. Allzu viel Zeit diese auch zu finden haben wir dabei aber nicht, denn Zora gibt sich an jedem Tag, an dem sie umsonst darauf gewartet hat wieder abgeholt zu werden, ein Stück mehr auf. Wir suchen deshalb ganz dringend die richtigen Menschen für sie, die ohne Vorurteile bereit sind auch einem älteren Hund eine zweite Chance zu geben, die von dessen Ruhe und Gelassenheit profitieren möchten und die vor allem und ganz besonders die besondere Herzenswärme eines ältere n Tieres wertschätzen können. Zora ist eine sehr sensible und sanfte Hündin, die extrem gestresst auf die für sie befremdliche Tierheimsituation reagiert und sich deshalb anfangs ein wenig zurückzieht. Mit ein wenig Zuwendung ist ihr Herz allerdings schnell zu erreichen und zu erweichen, so dass sie sich sicher auch schnell in ein neues Leben einfügen würde. Zora kennt das Zusammenleben mit Kindern, ist stubenrein, kann stundenweise alleine bleiben und fährt gerne im Auto mit. Gibt es sie, die Menschen, die Zora einen Platz auf Lebenszeit schenken und dabei zu allen Zeiten fest an ihrer Seite bleiben?

Zora Zora
Zora Zora