Post von Lola

Brief vom: 30.08.2015

Hallo liebes Eifelhofteam, da ich selbst keine Fotos mache und sollte ich welche machen, diese nicht an Sie über das Internet weiterleiten kann, bin ich auf Fotos von meinem Sohn und seiner Familie angewiesen.

Nach einem Besuch in Potsdam ist die ganze Familie sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, beide Hunde nicht zu trennen und sie gemeinsam aufzunehmen. Meine beiden Enkelkinder, Isabel, 7 Jahre alt und Joel, 4 Jahre alt, adoptiert, haben beide Hunde in ihr Herz geschlossen und beide, Nero und Lola, haben sich beiden Kindern fantastisch angepasst, so dass die beiden kleinen Kinder mit beiden Hunden an der Leine unter Aufsicht der Erwachsenen in einer reinen Wohngegend ohne großen Autoverkehr sehr entspannt mit den Hunden an der Leine spazieren gehen konnten. Das hat alle sehr beindruckt, und die Kinder waren superstolz, mit so schönen und braven Tiere spazieren gehen zu können.

Nero hat mit einer Nudelportion extra prächtig zugenommen, wogegen Lola schmaler geworden ist, ihr Geschirr habe ich inzwischen etwas enger gemacht. Doch Nero hat inzwischen sehr viel an Selbstbewusstsein gewonnen und versucht seine Stärken zu zeigen. Bis jetzt waren beide Hunde, Nero extrem, sehr sehr ängstlich gegenüber allem, was Räder hat, angefangen vom Kinderwagen bis hin zu schlimmsten Äußerungen gegenüber dem Autoverkehr und dabei eine Steigerung gegenüber LKWs und Autos mit Anhängern. Mit allem Fahrbaren scheinen sie schlimmste Erfahrungen gemacht zu haben. Meine Beruhigungsversuche, verbunden mit ruhiger Ansprache und zärtlichem Streicheln bewirkt heute, dass sie normale PKWs nicht mehr als Stress empfinden. Aber bei Radfahrern, Personen mit Kinderwagen und extrem bei Autos mit Anhängern ist für mich noch höchste Aufmerksamkeit und intensive Zuwendung zu den Hunden gefordert. Aufgrund dieser Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse und ihrer traumatischen Erfahrungen wird Nero zunehmend selbstbewusster, und das fordert mich aufs Neue heraus, denn nun benötigt er die klare Aussage, dass ich, die ihn füttert auch der/die Boss ist. Wir haben noch viel Arbeit und Zeit vor uns, bis ich entspannt und ohne Leine, so wie ich es mit allen bisher 12 Hunden gewohnt war spazieren gehend kann. Aber wenn ich bedenke, dass diese Rasse dafür vorgesehen ist, ohne menschlichen Bezug ununterbrochen im Freien Tierherden zu bewachen, muss ich diesen Tieren eine lange Eingewöhnungsphase gestatten. Ich bin stolz, wenn beide sich abends bereit erklären, zu mir ins Haus zu kommen, sich für Leckerlis auf ihre Decken zu legen und inzwischen auch schon bereit sind, dafür "Sitz" zu machen. Am liebsten sind sie den ganzen Tag draußen im sehr großen Garten und kommen, obwohl den ganzen Tag über eine Tür für sie offen steht, nur für kurze Momente ins Haus, um wieder ins Freie zu gehen. Ich hoffe, dass es da eine Änderung geben wird, wenn die kühlere Jahreszeit kommt. Ich möchte wie bisher Familienhunde haben, ob mir das mit dieser Rasse gelingt bemühe ich mich, zu erreichen.

Für Ihre Einladung zu Ihrer 20jahrfeier bedanke ich mich sehr herzlich., Sie hat mich sehr gefreut, weiß ich doch aus früheren Kontakten, dass immer diejenigen, die im Verlauf eines Jahres ein "Eifelhofkind" adoptierten zum jährlichen Eifelhoffest eingeladen wurden. So wie ich aber Lola und Nero einschätzen gelernt habe, bedeutet für sie eine derartige Ansammlung von fremden Menschen und Tieren noch ein zu hoher Stress.

Viele Grüsse
Maria K.

Lola Lola Lola