Post von Lola

Brief vom: 28.03.2016

Liebes Eifelhofteam,

heute ist Ostersonntag und ich lebe nun schon 11Tage in meinem neuen Zuhause bei Gertrud und Roland in Ahütte, in der Vulkaneifel.

Alles ist mir fremd und ich muss mich an alles vieles gewöhnen, aber ich lerne von Tag zu Tag.

Meine neue Umgebung ist sehr interessant und der schöne Garten mein neuer Lebensraum. Ins Haus gehe ich bisher am liebsten nur zum Fressen und Schlafen. Meine Menschen versuchen zwar immer wieder mich tagsüber reinzulocken, aber noch fühle ich mich draussen wohler. Wir erkunden viele neue Spazierwege und gehen auch durch Straßen mit Häusern, Autos und Dingen, die mir fremd sind. Vieles macht mir Angst, aber meine Menschen meinen, dass ich das lernen muss. Also überwinde ich meine Angst und vertraue mich ihnen an.

Frauchen und Herrchen scheinen übrigens ganz glücklich mit mir zu sein. Ich werde viel gestreichelt und es gibt Lekkerlies. Ich lasse mich von Frauchen auch mal bürsten und mit einem Handtuch die Pfoten abputzen, obwohl das meiner Meinung nach nicht nötig ist.

Übrigens, von meinem Brustgeschirr dass ich vom Eifelhof mitbekam und laut Herrn Holz 24 Std. am Tag die nächsten Wochen tragen sollte, habe ich mich nach 3 Tagen entledigt; ich habe es nachts einfach durchgekaut!! Jetzt habe ich ein neues Gurtbandgeschirr von Julius K9, welches ich nur zum Spazierengehen anziehe. Da ich schon sehr gut an der Leine gehe, bin ich damit auch gut gesichert. Frauchen hat auch eine neue Leine bestellt, so dass die geliehenen Sachen bald zurückgegeben werden. Das Brustgeschirr wird Frauchen sicher ersetzten

Endlich habe ich ein eigenes Zuhause und ich freue mich mit meinen Menschen die Welt zu entdecken.

Ich melde mich wieder, wenn ich von Ahütte mit nach Frechen fahre, bin gespannt wie es dort ist. Aber dafür muss ich noch das Autofahren lernen, im Moment bin ich noch sehr ängstlich.

Liebe Grüße
Lola und ihre neue Familie

Brief vom: 16.04.2016

Hallo Herr Holz, liebes Eifelhofteam,

letzten Sonntag haben wir euch besucht und die Leihgaben vom Tierheim zurückgebracht. Das war ganz schön aufregend für mich und ich habe mich gefreut meine erste Station in meinem Leben in Deutschland wiederzusehen.

Aber mein neues Leben fängt erst jetzt richtig an. Ich habe zwei total nette Menschen gefunden, die mir mit viel Einfühlungsvermögen zeigen, wie schön das Leben sein kann. Meine Ängstlichkeit legt sich von Tag zu Tag und ich lerne viel Neues. War am Anfang der große Garten in Ahütte noch mein liebster Aufenthaltsort, komme ich jetzt in Frechen auch schon mal tagsüber zu einem Nickerchen in mein Superbett ins Wohnzimmer. Am liebsten bin ich da, wo meine Menschen sind und in Frechen ist es auch sehr schön. Der Garten ist zwar viel kleiner, aber dafür kann ich durch die Hecke das Geschehen auf der Spielstrasse beobachten und aufpassen wer vorbei geht. Ich soll zwar nicht immer bellen, aber wenn da ein anderer Hund geht, muss ich das doch melden!

Meine Menschen staunen nur, wie gut ich mich ihrem Leben angepasst habe und sind ganz verliebt in mich. Ich bin halt nicht nur ein schöner Hund, nein, ich lerne auch ganz schnell was ich darf und was nicht (z. B. nicht in die Beete gehen). Andere Hunde dürfen mir zwar nicht zu nahe kommen, aber inzwischen kann ich ohne zu bellen an ihnen vorbei gehen und unbemerkt mal schnuppern. Nur ich selbst möchte noch nicht beschnuppert werden. Bald gehen wir auch in die Hundeschule damit ich noch bessere Umgangsformen lerne.

Ich wünsche allen Kumpels im Tierheim ebenfalls eine gute Vermittlung in ein schönes Zuhause, auch wenn Ihr euer Bestes tut, damit es uns dort gut geht. Vielen Dank für alles!

Im Anhang sende ich Euch eine kleine Animation mit Bildern aus meinem neuen Leben!

Liebe Grüße
Lola und ihre Menschen Gertrud und Roland  

Brief vom: 28.12.2016

Liebes Eifelhofteam,

jetzt habe ich mein erstes Weihnachtsfest in meiner Familie erlebt. Leicht irritiert (wieso steht da ein Baum in der Wohnung?) und in ungewohnter Unruhe (viel Besuch), hat jetzt alles wieder seinen gewohnten Ablauf. Der Baum ist allerdings immer noch da!

Die nächste neue Erfahrung wird Silvester werden. Dann fahren wir aber in die Eifel nach Ahütte, dort wird es wahrscheinlich keine große Knallerei geben. Dass macht mir nämlich große Angst!

Im Laufe des Jahres 2016 habe ich mich super in meiner Familie eingelebt und ich kann mir kein anderes Leben mehr vorstellen. Aus meinem alten Leben habe ich zwar immer noch eine wahnsinnige Angst vor Kindern und Bällen behalten. Da fällt es mir schwer ruhig zu bleiben. Ich hoffe aber, dass ich irgendwann lerne, dass Kinder nicht gefährlich sind.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und viele erfolgreiche Vermittlungen der Tierheimbewohner!!!!

Lola mit Frauchen Gertrud und Herrchen Roland

Lola