Post von Mecho

Brief vom: 07.08.2020

Liebes Eifelhof Team,

nach über zwei Jahren wird es endlich einmal Zeit, euch von Mecho zu berichten. Mecho ist ein fröhlicher Hund, der gerne spielt und tobt, aber auch seine Nickerchen schätzt und es genießt, viel gestreichelt und gebürstet zu werden. Er ist sehr neugierig und aufmerksam und findet Suchspiele toll.

Mecho hatte sich damals schnell eingelebt und seine anfängliche Unsicherheit abgelegt. In der ersten Zeit waren die Spaziergänge sehr aufregend für ihn und er hat manchmal an der Leine andere Hunde und Menschen angepöbelt. Doch bald schon wurde er sicherer und suchte mit den meisten Hunden freundlich Kontakt. Mittlerweile hat er schon viele Freundschaften im Quartier geschlossen. Anderen Menschen gegenüber ist er anfangs vorsichtig, dann aber schnell aufgeschlossen und freundlich. Mecho liebt seine Spaziergänge und schafft locker eine Stunde am Stück. Seine Behinderung kümmert ihn nicht wirklich, ohne Leine tobt und rennt er gerne, wobei er dann manchmal gebremst werden muss, damit er sich nicht zu sehr verausgabt. Genauso gerne hat er die Nase am Boden und verfolgt zielstrebig Schnüffelspuren. Zu seinen besonderen Vorlieben gehört die Mäusejagd im Feld und er war auch schon fast erfolgreich.

Allerdings gibt es das Problem, dass Mecho sich auf asphaltierten oder steinigen Wegen die linke Hinterpfote an den Krallenansätzen aufschürfen würde, weil die Pfote schleift. Daher muss er dann immer einen Pfoten-Schutzschuh tragen, was er auch ohne Probleme zulässt. Damit er auf weichem Boden ohne Schuh laufen konnte, sind wir eine Zeit lang einmal täglich für die große Runde in den Wald gefahren. Mittlerweile sind wir umgezogen, in ein Haus mit kleinem Garten direkt an Feldern und Wald und können nun ohne Aufwand ins Grüne. Der Schuh ist aber vorsichtshalber immer mit dabei.

Durch viel Bewegung und Physiotherapie (Unterwasserlaufband und manuelle Therapie) wurden die Muskeln gut aufgebaut; die neurologischen Schäden werden aber größtenteils bleiben. Da Mecho keine Schmerzen hat, sich voller Lebensfreude bewegt und sich von seinen Einschränkungen nicht beeindruckt zeigt, hoffen wir, den jetzigen Zustand solange wie möglich zu halten. Die Physiotherapie wird natürlich beibehalten.

In den ersten Wochen war der Kontakt mit unserer Katze Tessa sehr schwierig. Mecho wollte sie jagen und regte sich fürchterlich auf. Da er aber ein cleverer kleiner Kerl ist, hat er nach einiger Zeit Training verstanden, dass diese Katze dazugehört und tabu ist. Da Tessa sehr souverän ist, hat auch sie die erste turbulente Zeit gut überstanden. Mittlerweile respektieren sich beide vollkommen und sitzen auch einträglich nebeneinander und warten, wenn abwechselnd Leckerchen verteilt werden. Unsere Urlaube mit befreundeten Menschen und Hunden im Ferienhaus (oder sogar einige Tage im Hotel) waren überhaupt kein Problem. Mecho hat sich schnell mit der neuen Umgebung arrangiert und neugierig alles aufgenommen. Besonders spannend fand er die Nordseeküste, hier die Möven und den Strand. Wobei er genau darauf achtete, im Trockenen zu bleiben, da er Wasser nicht mag (das Unterwasserlaufband in Kombination mit vielen Leckerchen geht mittlerweile).

Mecho kann gut einige Stunden alleine bleiben, was aber selten vorkommt, da er meisten mit zur Arbeit kommt. Er ist gerne mit dabei und es ist schön, ihn in der Nähe zu haben. Weil Mecho so viel Freude an Nasenarbeit hat, haben wir vor kurzem einen Kurs in Mantrailing begonnen. Es macht uns beiden großen Spaß und ist für Mecho körperlich gut leistbar, da die Strecken nicht zu lang sind.

Ich bin wirklich sehr froh, dass dieser liebenswerte Hund hier für immer seinen Platz gefunden hat. Vielen Dank an Euch und auch an die Menschen in Portugal, die Mecho damals nicht aufgegeben haben.

Liebe Grüße
P.K.

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