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Cosma

Post von Cosma: 25.09.2014, 2 Brief(e)

Westfalenstute, geb. 2.05. 1991

Cosma kam genau wie ihre Stallgenossin Geisha im März 2012 zu uns auf den Eifelhof. Beide Pferde sollten zunächst nach der Auflösung eines Gestüts an den Pferdemetzger verkauft werden. Dies jedoch wollten die langjährigen Pfleger der Pferde nicht zulassen und kauften sie zum damaligen "Schlachtpreis" frei. Doch leider kamen beide Pferde vom "Regen in die Traufe", denn ihre neuen Besitzer hatten weder genug Geld, um sich die Haltung und Pflege der zwei betagten Stuten leisten zu können, noch verfügten sie über den nötigen Sachverstand. So wurden die beiden Stuten über Jahre mehr schlecht als recht über die Runden gebracht, bekamen nur unzureichende tiermedizinische Versorgung und minderwertiges, teils schon schimmeliges Futter. Das Glück der Pferde war dass der Pachtvertrag für das Grundstück, auf dem die beiden Stuten standen, nicht verlängert wurde und so ihre beiden heillos überforderten Besitzer sich mit der Bitte um Hilfe an den Eifelhof wanden.

Beide Pferde kamen in einem absolut desolaten Zustand zu uns. Sie waren sehr stark verwurmt, hatten schon seit Monaten keinen Hufschmied mehr gesehen, litten unter starken Schmerzen des Bewegungsapparates und hatten scharfe Haken an den Zähnen.

Cosmas Zustand stellte sich als weitaus schlimmer dar als wir befürchtet hatten. Sie war bis auf die Knochen abgemagert, hatte Haarlinge und ihr Fell war teilweise bis auf die Haut von Schlamm und Mist verfilzt. Wir ließen ihre Zähne erst einmal von unserer Tierärztin korrigieren und befreiten sie von ihrem verfilztem, schlammigen "Pelz". Danach ließen wir ihr Blut untersuchen und mussten feststellen, dass sie sehr schlechte Leberwerte hatte. Auch ihre Eiweißwerte mehr als grenzwertig aufgrund einer verheerenden Verwurmung! Als wären diese Baustellen nicht genug, fing Cosma wenige Wochen nach ihrer Ankunft an zu lahmen und hatte so starke Schmerzen, dass sie teilweise nur n och auf drei Beinen stehen konnte.

Auch Cosma ließen wir in einer Pferdeklinik durchchecken und bekamen die verheerende Diagnose "Fesselträgerschaden an beiden Hinterbeinen". Trotz Injektions- und Stosswellentherapie sowie einem Beschlag mit Eiereisen wird Cosma immer Probleme mit ihren Hinterbeinen haben. Sie steht zurzeit auf unseren Sommerweiden, wo sie sich auf ebenem Boden frei bewegen kann und scheint damit gut zurecht zu kommen! Doch wie lange wir Cosma noch einen einigermaßen schmerzfreien Lebensabend ermöglichen können, wissen wir nicht. Zu schwer wiegen die Traumata die sie in der Vergangenheit durch rücksichtslose, ignorante Menschen erlitten hat.

Cosma wird aufgrund ihrer Krankengeschichte nicht mehr vermittelt. Jedoch würden wir uns sehr freuen wenn sie uns durch die Übernahme einer Patenschaft finanziell unterstützen würden. Cosma soll noch einen schönen Lebensabend bekommen und für das in der Vergangenheit erlebte im Rahmen unserer Möglichkeiten entschädig werden.

Cosma Cosma
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